Trikottausch: Aus Rot wird Blau

Liebe Sportfreunde,

in den vergangenen zwei Monaten war – wie schon im letzten Jahr – nicht klar ob und wie es mit mir bezüglich meiner eigenen Aktivität in der Leichtathletik weitergeht. Nach vielen Tagen mit Bedenken und voller Ungewissheit hinsichtlich der zeitlichen Planung während meines Studiums, habe ich zuletzt eine Entscheidung getroffen. Kurzum:

Auch im nächsten Jahr werde ich als Sprinter aktiv sein! 

Besonders die beiden dritten Plätze über 100 als auch über 200m bei den Westdeutschen Meisterschaften sind Motivation genug, auch in dem kommenden Jahr ähnlich gute Ergebnisse abliefern zu wollen.

Doch ganz ohne Änderungen und Neuerungen geht es leider nicht. Mein Vorlesungsplan im 5. Semester an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Köln, lässt ein geregeltes Vereinstraining beim TuS Dierdorf kaum noch zu. Lediglich an einem Tag in der Woche könnte ich dort gemeinsam mit der Gruppe trainieren. Da ist es kaum verwunderlich, dass mein Trainer Günther Rudolph und ich zum gleichen Ergebnis kamen: Das ist zu wenig.

Außerdem kommt für mich erschwerend dazu, dass mir für ein komplett eigenständiges Training mittlerweile die Kraft fehlt. Denn bereits in den vergangenen vier Jahren habe ich über weite Strecken alleine mein Programm abgespult oder abspulen müssen. Dazu zählen nicht nur teilweise andere Trainingsumfänge, sondern zumeist auch fehlende Trainingspartner, die ähnliche Zeiten wie ich laufen konnten.

LGRW
Im neuen Jahr starte ich für die LG Rhein-Wied. © Daniel Schüler

Für das kommende Jahr musste nun also eine Alternative her – ein anderer Verein.

Eines der wichtigsten Kriterien bei der Vereinswahl war hierbei, dass ich wöchentlich mindestens dreimal im geregelten Vereinstraining mit der Gruppe teilnehmen kann.

Deswegen habe ich mich dazu entschlossen, in der kommenden Saison für die LG Rhein-Wied zu starten. Für das nächste Jahr verspreche ich mir von diesem Wechsel zudem neue Impulse. Außerdem freue ich mich sehr auf das gemeinsame Training mit den Athleten der LG, die schon in den vergangen Jahren durch großartige Leistungen zu überzeugen wussten. Und vielleicht bin ich sogar das ein oder andere Mal bei einem Staffelrennen mit von der Partie. Für mein Training dort ist übrigens mit Martin Schmitz der Verbandstrainer Sprint zuständig, durch dessen Schule schon einige bekannte Athleten gegangen sind.

Bevor diese Entscheidung gefallen ist, habe ich mich auch noch mit anderen Optionen auseinander gesetzt. So zum Beispiel mit einer Rückkehr zum TSV Bayer 04 Leverkusen, den ich aufgrund meiner Herzmuskelentzündung vor zwei Jahren wieder in Richtung Heimat verlassen habe. Selbst ein Wechsel an meinen Studienort, also in Richtung Köln, erschien für kurze Zeit möglich. Doch meine sportlichen Interessen gehen nach reiflicher Überlegung am besten mit dem Komplettpaket der LG Rhein-Wied d’accord.

Um jeglichen Spekulationen entgegenzuwirken, möchte ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich betonen, dass es keinerlei Unstimmigkeiten gab, die ausschlaggebend für diesen Wechsel waren. Ganz im Gegenteil: In den vergangenen zwei Jahren habe ich mich beim TuS Dierdorf stets sehr wohl gefühlt und daher möchte ich mich auch an dieser Stelle recht herzlich für die Unterstützung und die Zusammenarbeit in dieser Zeit bedanken. Insbesondere bin ich dankbar für einen geduldigen und liebevollen Trainer. Meist drohte er zu Recht mit seinem Regenschirm, denn er hatte es nicht immer leicht mit mir – bestimmt hätte mir ein Schlag beim 200m-Start hin und wieder gutgetan…

Bei meinen Freunden und Trainingspartnern in Dierdorf hoffe ich auf Verständnis, die aufgrund der gegebenen Situation den Wechsel vielleicht etwas besser nachvollziehen können. Auch mit euch hat es mir riesig Spaß gemacht!

Für das kommende Jahr heißtt es nun also wieder die Motivation und den Ehrgeiz zu bündeln, um schnell in die neue Saison zu starten. Schauen wir mal, was daraus wird.

Ihr / Euer

unterschrift_Daniel

PS: Ja, die LG Rhein-Wied hat die Trikotfarbe gewechselt. Aus Blau wird also nun wieder Rot oder anders gesagt: Rot bleibt Rot.

Daniel Schüler

Geboren im Westerwald hat es Daniel für den Studiengang Journalistik nach Köln gezogen. Erste Praxiserfahrungen sammelte er bereits zuvor bei der Rhein-Zeitung, für die er heute noch als freier Autor tätig ist, oder beim SWR. Während seines Studiums lernte er zudem die praktischen Abläufe bei Radio RPR1, dem ARD Morgenmagazin, der ARD Sportschau, dem ZDF und stern TV kennen. Dies hilft ihm auch bei seinen Moderationen. Darüber hinaus betreut Daniel aktuell die Social Media-Auftritte der Olympiamannschaft für den DOSB.

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