Der Kölner SportTreff über Betriebliches Gesundheitsmanagement 4.0

Von Hans-Jürgen Schmidt

Köln. Am Abend des 30. Januar 2017 trafen sich Mitglieder, Freunde und Gäste des SportTreffs zum Thema „Betriebliches Gesundheitsmanagement 4.0“ in der Industrie- und Handelskammer Köln. Für die Gäste standen bei ihrem Eintreffen bereits Getränke und, zum Thema des Abends passend, gesunde Snacks wie Äpfel bereit.

Auf die Begrüßung von Axel Sierau, Vorstand SportTreff eG, folgte ein Kurzvortrag von Dr. Simone Becker (Geschäftsführerin, SPORTSforBUSINESS). Frau Becker orientierte ihren Vortrag an den guten Neujahrsvorsätzen, die, wie sie erklärte, oft schon nach dem ersten Quartal des Jahres vergessen werden. Sie wies darauf hin, dass laut einer jährlichen Studie der DAK Gesundheit unser Drang nach mehr Bewegung bereits in den vergangenen drei Jahren den dritten Platz der Vorsätze für den Jahreswechsel belegte. Dieses Ziel auch wirklich zu erreichen, bedarf gerade in großen Unternehmen einer Analyse der Bedürfnisse auf Mitarbeiterebene, damit Führungskräfte gezielt Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheit ergreifen können, so Becker. Abschließend wies sie auf den Spaß-Faktor einer BGM Maßnahme hin, welche viel für die allgemeine Mitarbeiterzufriedenheit und somit auch für die Produktivität tun kann.

Zu der anschließenden Podiumsdiskussion wurden, neben Dr. Simone Becker, die Gäste Petra Willmann (Leiterin Firmenkunden NRW, DAK Gesundheit), Ralf Tiffe (Leiter Firmenfitness, InterFit GmbH) und Marcel Wüst (Ex-Tour-de-France-Fahrer, Radsport) auf die Bühne gebeten. Moderiert von Daniel Schüler (Moderator, Journalist, Sprinter) tauschten sie sich über die verschiedenen Aspekte von BGM und die mögliche Unterstützung durch die Krankenkassen aus.

SportTreff - BGM 4.0
Axel Sierau, Marcel Reuter, Dr. Simone Becker, Petra Willmann, Ralf Tiffe & Daniel Schüler beim Kölner SportTreff am 30. Januar 2017.

Gleich zu Beginn der Diskussion stellte Willmann klar, „ein gesunder Mitarbeiter ist ein glücklicher Mitarbeiter“ und dieser ist bekanntlich produktiv. Wüst und Tiffe waren sich einig, dass die Umsetzung von BGM nicht immer einfach ist, da in Führungsebenen angefangen werden muss, um alle zu motivieren. Leider endet dies oft in verbissenem Management und scheitert an der Umsetzung, wusste Tiffe außerdem zu berichten. Das Ziel sei es möglichst viele Menschen mit einem möglichst breit gefächerten Angebot zu versorgen und das zu einem möglichst niedrigen Preis. An dieser Stelle schlug Becker eine alternative Herangehensweise vor, da die besten Ideen oft von der Basis kämen und nicht vom Management selber. Somit wandte sich die Diskussion der Work-Life-Balance zu, die in ihrer Begrifflichkeit neu definiert wurde. Willmann betonte die Wichtigkeit von drei Säulen, nicht bloß „Work“ und „Life“, sondern Arbeitgeberattraktivität, Fehlstundenminimierung und Nachhaltigkeit als Basis für effektives BGM. Becker war wiederum der Meinung, dass es vier Säulen sind, Arbeit, Familie und Freunde, Sinn und Kultur sowie Gesundheit, worin Tiffe ihr zustimmte und erläuterte, dass gerade der Bereich Sinn und Kultur oft zu kurz käme. In-House Solutions wie Yoga in der Kantine sind laut Tiffe ein beliebtes Modell, alles andere scheitert oft an der Kostenfrage, woraufhin Willmann die möglichen Förderungen von BGM durch Kassen wie die DAK Gesundheit darstellte.

SportTreff ~ BGM 4.0
Lauschten gespannt zwei weiteren Kurzinterviews mit Stefan Lambertz (Geschäftsführer Stadtsportbund Köln) und Wolfgang Bothe (Geschäftsführer ETL/Profisport Bothe): Marcel Wüst, Petra Willmann & Daniel Schüler.

Anschließend wurden BGM Beispiele wie die Gesundheitsprämie von Daimler, Schrittzähler und die Initiative „Fit im Forst“ diskutiert.

Hierbei waren sich alle einig: Eine Gesundheitsprämie ist zu riskant, da sie kranke Mitarbeiter dazu motiviert, trotzdem zur Arbeit zu erscheinen. Eine echte Alternative schienen die Schrittzähler zu sein, da sich so kleine Betriebsinterne Wettbewerbe veranstalten ließen, die Mitarbeiter zu mehr Bewegung motivieren könnten. Auch die neuen, 24/7 geöffneten Fitnessstudios wurden von Tiffe in den Vordergrund gebracht, da immer mehr Menschen vor der Arbeit Sport treiben. Am Ende waren Becker, Wüst und Tiffe der kollektiven Meinung, dass der Return on Investment im BGM nicht in Euro gemessen dürfe, sondern in Produktivität und Mitarbeiterzufriedenheit.

Nach der Podiumsdiskussion klang der Abend mit interessanten Fragen von Gästen und Gesprächen im Rahmen des Networkings aus.

Ein herzlicher Dank gilt den SportTreff-Sponsoren und Mitveranstaltern:

Hintergrund: Der SportTreff

Der SportTreff® business meets sport hat sich in den vergangenen Jahren zur führenden Netzwerk-Veranstaltung im Bereich Sport und Wirtschaft entwickelt. Durchschnittlich 400 Verantwortliche aus Medien, Wirtschaft, Sport und Politik kommen zu den regelmäßigen Treffen in Köln, Düsseldorf und Bonn. Prominent besetzte Podiumsdiskussionen an außergewöhnlichen Veranstaltungsorten und anschließendes Netzwerken in sportlich-professioneller Atmosphäre sind die Markenzeichen des SportTreffs.

SportTreff-Pressebüro

ZIEGS PLUS MÜLLER DIE MARKETING AGENTUR (ZPLUSM), Julia Menke,
Telefon 0221/50 29 46-46, Fax -49, E-Mail j.menke@zplusm.de

Daniel Schüler

Geboren im Westerwald hat es Daniel für den Studiengang Journalistik nach Köln gezogen. Erste Praxiserfahrungen sammelte er bereits zuvor bei der Rhein-Zeitung, für die er heute noch als freier Autor tätig ist, oder beim SWR. Während seines Studiums lernte er zudem die praktischen Abläufe bei Radio RPR1, dem ARD Morgenmagazin, der ARD Sportschau, dem ZDF und stern TV kennen. Dies hilft ihm auch bei seinen Moderationen. Darüber hinaus betreut Daniel aktuell die Social Media-Auftritte der Olympiamannschaft für den DOSB.

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